Foto der Heinrich-Schütz-Kantorei
Aufführung des Mozart-Requiems im November 2010 (Digitalfoto: U. Hornstein)

Plakat Bach/Mozart

W. A. Mozart: Requiem

Sonntag, 21. November 2010, 19 Uhr
Freiburg, St. Martin (am Rathausplatz)

Programm

Johann Sebastian Bach (1685–1750):
„Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ (BWV 12), Kantate zum Sonntag Jubilate
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791):
Requiem in d-Moll (KV 626), ergänzt von Franz Xaver Süßmayr (1766–1803)

Die Ausführenden sind:

Sarah Wegener, Sopran
Charlotte Quadt, Alt
Sebastian Kohlhepp, Tenor
Manfred Bittner, Bass

Chor und Orchester der Heinrich-Schütz-Kantorei Freiburg
Konzertmeister: Michael Dinnebier
Leitung: Bernd Scharfenberger

Vorankündigung in der Badischen Zeitung: SONNTAG: KLASSIK: Bach & Mozart (veröffentlicht am 17. November 2010 auf badische-zeitung.de)

Konzertkritik in der Badischen Zeitung: KRITIK IN KÜRZE (veröffentlicht am 23. November 2010 auf badische-zeitung.de)

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Texte

Johann Sebastian Bach: Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen (BWV 12)

1. Sinfonia

2. Coro

Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen,
Angst und Not
Sind der Christen Tränenbrot,
Die das Zeichen Jesu tragen.

3. Recitativo (Alt)

Wir müssen durch viel Trübsal in das Reich Gottes eingehen.

4. Aria (Alt)

Kreuz und Krone sind verbunden,
Kampf und Kleinod sind vereint.
Christen haben alle Stunden
Ihre Qual und ihren Feind,
Doch ihr Trost sind Christi Wunden.

5. Aria (Bass)

Ich folge Christo nach,
Von ihm will ich nicht lassen
Im Wohl und Ungemach,
Im Leben und Erblassen.
Ich küsse Christi Schmach,
Ich will sein Kreuz umfassen.
Ich folge Christo nach,
Von ihm will ich nicht lassen.

6. Aria (Tenor)

Sei getreu, alle Pein
Wird doch nur ein Kleines sein.
Nach dem Regen
Blüht der Segen,
Alles Wetter geht vorbei.
Sei getreu, sei getreu!

7. Choral

Was Gott tut, das ist wohlgetan
Dabei will ich verbleiben,
Es mag mich auf die rauhe Bahn
Not, Tod und Elend treiben,
So wird Gott mich
Ganz väterlich
In seinen Armen halten:
Drum lass ich ihn nur walten.

Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem in d-Moll (KV 626), ergänzt von Franz Xaver Süßmayr

Requiem

Herr, gib ihnen die ewige Ruhe,
und das ewige Licht leuchte ihnen.
Dir gebührt Lob, Herr, in Zion,
Dir erfüllt man Gelübde in Jerusalem.
Erhöre mein Gebet,
zu Dir kommt alles Fleisch.
Herr, gib ihnen die ewige Ruhe,
und das ewige Licht leuchte ihnen.

Kyrie

Herr, erbarme dich.
Christus, erbarme dich.
Herr, erbarme dich.

Dies irae

Tag des Zornes, Tag der Zähren,
wirst die Welt in Asche kehren,
wie Sibyll und David lehren.
Welch ein Graus wird sein und Zagen,
wenn der Richter kommt mit Fragen,
streng zu prüfen alle Klagen!

Laut wird die Posaun erklingen,
durch der Erde Gräber dringen,
alle hin zum Throne zwingen.

Schaudernd sehen Tod und Leben
sich die Kreatur erheben,
Rechenschaft dem Herrn zu geben.
Und ein Buch wird aufgeschlagen,
treu darin ist eingetragen
jede Schuld aus Erdentagen.

Sitzt der Richter dann zu richten,
wird sich das Verborgne lichten;
nichts kann vor der Strafe flüchten.

Weh! Was werd ich Armer sagen?
Welchen Anwalt mir erfragen,
wenn Gerechte selbst verzagen?

König schrecklicher Gewalten,
frei ist deiner Gnade Schalten:
Gnadenquell, lass Gnade walten!

Gnädger Jesus, wollst erwägen,
dass du kamest meinetwegen,
schleudre mir nicht Fluch entgegen.

Bist, mich suchend, müd gegangen,
mir zum Heil am Kreuz gehangen,
mög dies Mühn zum Ziel gelangen.

Richter du gerechter Rache,
Nachsicht üb in meiner Sache,
eh ich zum Gericht erwache.

Seufzend steh ich schuldbefangen,
schamrot glühen meine Wangen,
lass mein Bitten Gnad erlangen.

Hast vergeben einst Marien,
hast dem Schächer dann verziehen,
hast auch Hoffnung mir verliehen.

Wenig gilt vor dir mein Flehen;
doch aus Gnade lass geschehen,
dass ich mög der Höll entgehen.

Bei den Schafen gib mir Weide,
von der Böcke Schar mich scheide,
stell mich auf die rechte Seite.

Wird die Hölle ohne Schonung
den Verdammten zur Belohnung,
ruf mich zu der Selgen Wohnung.

Schuldgebeugt zu dir ich schreie,
tief zerknirscht in Herzensreue,
selges Ende mir verleihe.

Tag der Tränen, Tag der Wehen,
da vom Grabe wird erstehen
zum Gericht der Mensch voll Sünden;
laß ihn, Gott, Erbarmen finden.
Gnädger Jesus, Herrscher du,
schenk den Toten ewge Ruh. Amen.

Domine Jesu Christe

O Herr Jesus Christus, ruhmreicher König,
bewahre die Seelen aller verstorbenen Gläubigen
vor den Höllenstrafen
und vor dem tiefen See:
Rette sie vor dem Rachen des Löwen,
auf dass sie nicht die Hölle verschlinge,
auf dass sie nicht in die Finsternis stürzen.

Der Bannerträger, der heilige Michael,
führe sie ins heilige Licht,
wie du es einst Abraham und seinen Nachkommen versprochen hast.

Opfergaben und Gebete bringen wir dir, Herr, zum Lobe dar.
Nimm sie an für die Seelen jener,
deren wir heute gedenken.
Gib, dass sie, Herr, vom Tode hinübergehen ins Leben,
wie du es einst Abraham und seinen Nachkommen versprochen hast.

Sanctus und Benedictus

Heilig, heilig, heilig
ist Gott, der Herr Zebaoth!
Alle Lande sind deiner Ehre voll.
Hosanna in der Höhe!

Gelobt sei der da kommt
im Namen des Herrn.
Hosanna in der Höhe!

Agnus Dei

Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt,
gib ihnen ewige Ruhe.

Lux aeterna

Das ewige Licht leuchte ihnen, Herr:
mit deinen Heiligen in Ewigkeit,
denn du bist gnädig.
Ewige Ruhe gib ihnen, Herr,
und das immerwährende Licht leuchte ihnen:
mit deinen Heiligen in Ewigkeit,
denn du bist gnädig.

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Zuletzt geändert am 1.1.2012 · S. Dreher